Komm-mit-Programm - "Fördern statt Sitzenbleiben"
Übersicht über unser Programm
Seit dem Schuljahr 2008/09 nimmt das Niklas-Luhmann-Gymnasium an der vom Schulministerium NRW begründeten Initiative „Komm mit! – Fördern statt Sitzenbleiben“ teil.
Die Durchführung des Projektes wird durch die Universität zu Köln wissenschaftlich begleitet. In diesem Zusammenhang werden auch Fragebögen eingesetzt, die von den Schülerinnen und Schülern zu bearbeiten sind. Die dabei erhobenen Daten werden anonymisiert und sind nur den Mitarbeitern des Projekts an der Universität zu Köln zugänglich.
Ziel dieser Initiative ist es, die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die das Lernpensum eines Jahres wiederholen müssen, dauerhaft und systematisch zu senken. Um dieses Vorhaben zu erreichen, haben wir an unserer Schule ein individuelles Förderprogramm entwickelt, das im Wesentlichen auf den folgenden vier Elementen beruht:
- die Verbindliche Individuelle Lernberatung
- Förderung der Lernmotivation
- die individuelle Betreuung zur Nachprüfung zugelassener sowie nicht versetzter Schülerinnen und Schüler
- das Lernförderungsprojekt „Schüler helfen Schülern“.
1. Die Verbindliche Individuelle Lernberatung
Die Verbindliche Individuelle Lernberatung führen wir in Kleingruppen von jeweils vier Schülerinnen und Schülern in der Jahrgangsstufe 7 durch. Ausschlaggebend für die Wahl der Jahrgangsstufe ist der Gedanke, Schülerinnen und Schüler, die in einzelnen Fächern Lernschwierigkeiten zeigen, möglichst frühzeitig zu unterstützen. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 tun wir dies bereits in jeder einzelnen Klasse mit dort fest etablierten Förderstunden.
Die Lernberatung konzentriert sich auf diejenigen Fächer, bei denen Lerndefizite am weitaus häufigsten die Ursache für eine Nichtversetzung von Schülerinnen und Schülern darstellen. Dies sind die Fächer Mathematik und die Fremdsprachen Englisch, Französisch und Latein. Die jeweiligen Fachlehrerinnen und –lehrer benennen hierbei die Schülerinnen und Schüler, die für ein Quartal verpflichtend an der wöchentlichen Beratung teilnehmen. Diese ist mit einer gesonderten Schulstunde im Stundenplan fest verankert. Gestaltet wird sie jeweils von einem Fachlehrer, der die Schülerinnen und Schüler im regulären Unterricht nicht unterrichtet, um so eine Lernatmosphäre zu schaffen, die den Teilnehmern die Möglichkeit bietet, außerhalb der gewohnten Bewertungssituation individuelle Lerndefizite offen und vertrauensvoll anzusprechen. Mit der Verbindlichen Individuellen Lernberatung haben wir uns zum Ziel gesetzt, zusammen mit den Schülerinnen und Schülern auf der Grundlage einer fachlich basierten Diagnose individuelle Lernförderpläne zu entwickeln. Mit ihrer Hilfe sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Lage versetzt werden, zunächst unter Anleitung, dann aber zunehmend selbstständig ihre Defizite gezielt und effektiv aufzuarbeiten.
2. Förderung der Lernmotivation
Die fachübergreifende Einzelberatung richtet sich an diejenigen Schülerinnen und Schüler, die nicht so sehr konkrete fachliche Probleme, sondern ganz allgemein motivationale Lernschwierigkeiten haben und über die Verbindliche Individuelle Lernberatung nicht erreicht werden können. Um diese Schülerinnen und Schüler wieder stärker in den schulischen Lernprozess einbinden zu können, scheint es sinnvoll, mit ihnen an einem gesonderten Gesprächstermin gemeinsam über die eigenen Ziele nachzudenken und eventuell „Stolpersteine“ auf dem Weg dorthin auszuräumen, damit der Spaß am Lernen und an der Schule wieder in den Mittelpunkt rücken kann.
Einen solchen Gesprächsrahmen bieten wir mit der ebenfalls im Stundenplan fest verankerten Einzelberatung, an der Schülerinnen und Schüler für einen bestimmten Zeitraum anstelle der Verbindlichen Individuellen Lernberatung teilnehmen.
3. Die individuelle Betreuung zur Nachprüfung zugelassener sowie nicht versetzter Schülerinnen und Schüler
Den Schülerinnen und Schülern, die am Ende eines Schuljahres nicht versetzt, aber zur Nachprüfung zugelassen worden sind, bieten wir in einem gesonderten Einzelgespräch Hilfen an, wie sie sich in den Sommerferien gezielt und effektiv auf ihre Nachprüfung vorbereiten sollten. Die Betreuungslehrer stehen den Schülerinnen und Schülern auch am Tag der Nachprüfung zur Seite.
Um nicht versetzten Schülerinnen und Schülern den Einstieg in die neue Lerngruppe zu erleichtern, steht ihnen ein Betreuungslehrer in besonderer Weise zur Seite. Dieser begleitet sie beginnend mit der Nachricht der Nichtversetzung bis zum Quartalsende des folgenden Schulhalbjahres, indem er Einzelgespräche führt, um eventuelle Schwierigkeiten frühzeitig auffangen zu können.
Hessel/Köhler