Informatik
Die Informatik ist eine zentrale Disziplin der heutigen Zeit. Es gibt kaum noch Berufe, in denen informatische Inhalte keine Rolle spielen. Fundierte Fähigkeiten im Umgang mit Computern in Netzwerken, mit Scanner, Beamer und Standardsoftware, wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationssoftware, Bildbearbeitung und Internetbrowsern, werden vielfach bei der Einstellung vorausgesetzt. Ganz nebenbei erleichtern entsprechende Fähigkeiten den Einstieg in das Studium.
Diese Inhalte werden an unserer Schule bereits unterrichtsbegleitend ab Klasse 5 vermittelt (vgl. Medienkonzept) und in der Differenzierung im Fach Informatik vertiefend behandelt. Weitere Inhalte entnehmen Sie bitte den folgenden Ausführungen.
Unterrichtsinhalte
Die Unterrichtsinhalte werden im Folgenden geordnet nach den Jahrgangsstufen bzw. für die Differenzierung nach Halbjahren dargestellt. Die Auswahl der Unterichtinhalte ist weder in der Differenzierung (Klasse 8 und 9) noch in der Oberstufe (Orientierungs- und Qualifizierungsphase) völlig frei. In beiden Fällen ist ein Rahmen durch die Richtlinien des Landes NRW vorgegeben. In der Oberstufe wird der Rahmen durch die Vorgaben für das Zentralabitur zusätzlich enger gesteckt.
Allgemein ist der Informatikunterricht gekennzeichnet durch längere Gruppenarbeitsphasen, in denen arbeitsteilig komplexere Probleme mit Hilfe des Computers gelöst werden.
Unterrichtsinhalte - 8.1 Differenzierung
Zu Beginn der Klasse 8 ist vorgesehen, die Schülerinnen und Schüler zunächst im „Umgang mit Software” und für die Nutzung des lokalen Netzwerks zu schulen. Es steht die Anwenderperspektive im Mittelpunkt des Unterrichts (vgl. [1], S. 41). Da bereits seit der fünften Klasse der Computer allgemein im Unterricht eingesetzt wird (vgl. Medienkonzept) , werden zu Beginn einige Inhalte lediglich wiederholenden Charakter haben, so dass ein relativ fließender Übergang zu komplexeren Einsatzmöglichkeiten von Software stattfinden kann.
Die Inhalte des Unterrichts beziehen sich auf die Bereiche Umgang mit dem Netzwerk, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Grafikprogramme (Scanner) und nicht zuletzt auch auf Datenschutz im Zusammenhang mit der Speicherung von Daten.
Unterrichtsinhalte - 8.2 Differenzierung
Im zweiten Halbjahr der 8. Klasse wechselt die Perspektive. Die Schülerinnen und Schüler lernen die Funktionsweise von Software kennen. In diesem Zusammenhang werden Methoden der Softwareentwicklung vermittelt und an geeigneten Problemen in der Paxis angewandt. Die Schüler entwickeln ihr eigenes Programm von der Idee bis zur auf dem Computer ausführbaren Datei (vgl. [1], S. 43).
Unterrichtsinhalte - 9.1 Differenzierung
Die Schüler können nun Software für ihre produktive Arbeit anwenden (Klasse 8.1) und verstehen, wie Software funktioniert (Klasse 8.2). Im ersten Halbjahr der Klasse 9 lernen die Schülerinnen und Schüler nun, wie die Hardware aufgebaut ist und wie die Verarbeitung im Rechner prinzipiell abläuft. Sie setzen sich u.a. mit Gattern (z.B. UND, ODER, NICHT), logischen Schaltungen und dem Dualzahlensystem auseinander und verstehen in Grundzügen, wie Software auf der Hardware ausgeführt wird (vgl. [1], S. 45).
Unterrichtsinhalte - 9.2 Differenzierung
Im zweiten Halbjahr der 9. Klasse entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein weiteres Mal Software. War die Softwareentwicklung in Klasse 8.2 eher darauf gerichtet, dass jede Schülerin/jeder Schüler das Problem überwiegend allein löst, um den gesamten Entwicklungsprozess durchlaufen und durchdenken zu müssen, steht nun die arbeitsteilige Arbeit in der Gruppe im Vordergrund (vgl. [1], S. 47).
Unterrichtsinhalte - Orientierungsphase der Oberstufe
Der Informatikunterricht der Orientierungsphase ist explizit für Anfänger ausgelegt. Ein Besuch des Informatikunterrichts in der Differenzierung (8 und 9) wird nicht vorausgesetzt. Ein Besuch des Differenzierungskurses Informatik schränkt die Teilname am Informatikunterricht in der Orientierungsphase aber auch nicht ein, so dass Schülerinnen und Schüler aus den ehemaligen Differenzierungskursen am Unterricht teilnehmen können. Da einige Inhalte aus 8 und 9 in der Orientierungsstufe ebenfalls Unterrichtsgegenstand sind, besitzen diese Schülerinnen und Schüler zu Beginn einen leichten Vorteil.
In der Orientirungsphase werden die Kenntnisse angeglichen und es werden die Grundlagen für eine spiralförmige Vertiefung informatischer Inhalte in der Qualifizierungsphase gelegt, d.h. wesentliche Bereiche des Faches werden in ihren Grundzügen bereits in der Orietierungsphase unterrichtlich erschlossen. Es werden die Voraussetzungen vermittelt, um den Anforderungen der anschließenden Qualifikationsphase gerecht werden zu können (vgl. [2], S. 41ff). Durch die Vorgaben zum Zentralabitur sind wegen des spiralförmigen Aufbaus der Inhalte viele inhaltliche Gesichtspunkte bereits impliziert. Sie können die Vorgaben auf der Seite des Schulministeriums finden. Allerdings werden im Sinne einer breit gefächerten Ausbildung auch einzelne darüber hinausgehende Inhalte im Unterricht ihren Platz behalten.
Unterrichtsinhalte - Qualifizierungsphase der Oberstufe
In der Qualifizierungsphase werden Unterrichtinhalte spiralförmig vertieft. Die Vorgaben für das Zentralabitur legen den Rahmen fest. In diesem Zusammenhang sei wieder auf die entsprechende Internetseite des Schulministeriums verwiesen.
Literaturverzeichnis
[1] Kultusministerium des Landes NRW (Hrsg.): Richtlinien und Lehrpläne für das Gymnasium - Sekundarstufe I - in NRW. Informatik. Verlagsgesellschaft Ritterbach, Frechen 1993
[2] Kultusministerium des Landes NRW (Hrsg.): Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II - Gymnasium/Gesamtschule in NRW. Informatik. Ritterbach Verlag, Frechen 1999
M. Blase (Fachvorsitzender d. Fachschaft Informatik)
letzte Aktualisierung: 23.09.2009